Eine Verkostung direkt am Weingut ist das intensivste Wein-Erlebnis der Region: Ihr sitzt beim Winzer, der jeden Wein selbst gemacht hat, und schmeckt euch durchs Sortiment. Damit der Besuch für beide Seiten schön wird, hilft es, die Gepflogenheiten zu kennen.
Schritt 1: Anmelden — immer
Der wichtigste Unterschied zum Buschenschank: Weingüter besucht man mit Voranmeldung. Ein Anruf oder eine kurze Mail genügt („Wir sind zu viert und würden gern am Donnerstagnachmittag verkosten"). Zur Lesezeit im Herbst haben die Winzer wenig Zeit — da lieber flexibel bleiben oder auf das Frühjahr ausweichen.
Was kostet eine Verkostung?
Viele Betriebe verkosten kostenlos oder gegen kleinen Beitrag, der beim Weinkauf oft angerechnet wird. Die ungeschriebene Regel dazu: Wer eine Stunde verkostet und beraten wird, nimmt ein paar Flaschen mit — das ist keine Pflicht, aber gelebte Höflichkeit und bei den Ab-Hof-Preisen ohnehin ein gutes Geschäft.
Wie viele Weingüter pro Tag?
Zwei, maximal drei. Mehr wird weder den Weinen noch euch gerecht — nach dem fünften Sauvignon schmeckt alles gleich. Plant pro Besuch eine gute Stunde, dazwischen eine Jause als Grundlage.
Die Fahrfrage — vorher klären
Auch beim „nur Kosten" kommt einiges zusammen. Die Lösungen stehen in unserem Beitrag Weinstraße ohne Auto: Weinmobil, Fahrer bestimmen oder E-Bike mit Maß. Spucken beim Verkosten ist übrigens keine Beleidigung, sondern Profi-Standard — Spuckgefäße stehen bereit.
Der Kofferraum-Bonus
Ab Hof gekaufter Wein ist meist spürbar günstiger als im Handel — und ihr bekommt Flaschen, die es dort nie gibt. Kühl lagern könnt ihr die Ausbeute bis zur Heimreise problemlos im Apartment. Für den Überblick vorab lohnt das Genussregal in Vogau; für persönliche Winzer-Empfehlungen fragt einfach uns.
Häufige Fragen
Muss man sich für eine Weinverkostung am Weingut anmelden?
Ja — anders als im Buschenschank ist beim Weingut eine Voranmeldung üblich (Anruf oder Mail genügt). Spontan klappt es am ehesten im Frühjahr und unter der Woche.
Was kostet eine Weinverkostung in der Südsteiermark?
Viele Winzer verkosten kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag, der beim Kauf angerechnet wird. Üblich ist, nach ausführlicher Verkostung einige Flaschen mitzunehmen.
Wie viele Weingüter schafft man an einem Tag?
Zwei bis maximal drei Besuche mit je etwa einer Stunde — mehr überfordert den Gaumen. Dazwischen hilft eine Brettljause als Grundlage.
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